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Ergotherapie

Ergotherapie

Ergotherapie stellt die Handlungsfähigkeit des Menschen in den Mittelpunkt. Sie geht nicht von einer bestimmten Disziplin aus. Vielmehr werden Therapieschwerpunkte aus verschiedenen Fachgebieten genutzt, um die Gesundheit und Lebensqualität von Patienten zu verbessern. Das Ziel ist, Menschen zu befähigen, an Aktivitäten des täglichen Lebens und an der Gesellschaft teilzuhaben.

Wer kann Ergotherapie brauchen?

Ergotherapie eignet sich für alle Menschen jeder Altersstufe, welche vorübergehend oder dauerhaft durch Unfall, physische oder psychische Beeinträchtigungen, Behinderungen, psychosoziale Störungen oder entwicklungsbedingte Störungen eingeschränkt sind.

Bei Patienten mit einer demenziellen Erkrankung  findet die Therapie vorwiegend zu Hause, im Altersheim oder in der Praxis statt.

Aus dem Fachbereich der Geriatrie / Therapieangebot für Patienten mit demenzieller Erkrankung kommen häufig in Frage:

  • Training von alltagsrelevanten körperlichen, kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten: Sich selbständig oder mit leichter Unterstützung anziehen, selbständig das Telefon / Natel bedienen, Wünsche / Bedürfnisse äussern oder gemeinsam in der Gruppe Sprichwörter raten und so in Interaktion mit anderen Menschen geraten.
  • Angehörigenberatung (wie gehe ich mit meiner dementen Mutter um, wie kann ich sie unterstützen)
  • Wohnungs- / Hausabklärung: was muss im häuslichen Umfeld angepasst werden, damit Demenzpatienten möglichst selbständig zurecht kommen? Wie kann man z.B. die Zimmer und den Weg zum WC umgestalten, damit alle Stolperfallen beseitigt werden?
  • Hilfsmittelberatung und –anpassung: z.B. Notrufknopf, Klingelmatte, GPS Tracker etc.
  • Gruppenaktivitäten, z.B. gemeinsam singen, einen Kuchen backen, Hirnleistungstraining,
  • Sturz- und / oder Schmerzprävention.

Für Menschen mit Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen können je nach Art und Grad der Beeinträchtigung und je nach persönlicher Situation verschiedene Therapieschwerpunkte aus unterschiedlichen Fachbereichen in Frage kommen:

Neurologie:

  • Kraft / Koordination und Geschicklichkeit
  • mentale und emotionale Funktionen wie Gedächtnis, Wahrnehmung, Orientierung, Handlungsplanung, etc.

Orthopädie/ Traumatologie, Handtherapie, Rheumatologie: wenn z.B. ein Demenzpatient gestürzt ist und sich das Handgelenk gebrochen hat

Training alltags- und arbeitsrelevanter Fertigkeiten: sich wieder selbständig oder mit Hilfe anziehen

  • Hilfsmittelberatung und -anpassung
  • Gelenkschutzinstruktionen
  • Mobilisation
  • Koordinations- und Kräftigungstraining
  • Schmerzbehandlung
  • Narben- und Ödembehandlung
  • Sensibilitätstraining
  • Anpassung statischer und dynamischer Schienen

Finanzierung

Die Ergotherapie wird mit einer ärztlichen Verordnung durch die Grundversicherung der Krankenkassen, die Unfallversicherungen, Militärversicherung sowie die Invaliditätsversicherung finanziert.

Tarife können abgerufen werden unter hplus.ch Ergotherapie