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Heimeintritt bei Demenz
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Heimeintritt bei Demenz

Heimeintritt bei Demenz

An erster Stelle steht für viele Menschen die Möglichkeit, auch nach dem Umzug ins Heim Kontakte mit Familie und Freunden weiter pflegen zu können. In diesem Fall sollte das Heim nicht zu weit vom alten Wohnort entfernt stehen.

Wie selbständig?

Dann gilt es abzuklären, wie gut die übrigen Bedürfnisse des Patienten und seiner Angehörigen durch die Angebote der verschiedenen Institutionen abgedeckt werden.

Kommt zum Beispiel nur ein Pflegeheim in Frage, oder wäre zumindest für eine gewisse Zeit noch ein teilselbständiges “Wohnen mit Dienstleistungen” möglich?

Spezialisiert oder integrativ?

Manche Pflegeheime bieten spezialisierte Demenz-Abteilungen oder -Wohngruppen an, während andere integrative Wohngruppen führen. Es können auch beide Formen nebeneinander vorkommen, so dass ein Bewohner, der zum Beispiel an Alzheimer erkrankt, nicht noch einmal innerhalb des Heims umziehen muss, sondern in seiner gewohnten Umgebung bleiben kann.

Für die Wahl der Wohnform spielen auch Fragen der Bewohnersicherheit eine Rolle: Braucht es eine geschlossene Wohngruppe, damit der Bewohner nicht wegläuft und allenfalls in gefährliche Situationen gerät? Oder gibt es andere Möglichkeiten mit Hilfsmitteln wie zum Beispiel Rufsystemen, Kontaktmatten oder GPS-Ortungsgeräten?

Ärztliche Betreuung

Heimärzte haben sich meist, aber nicht immer in Geriatrie weitergebildet. Je nach Bedürfnissen des Patienten ist es aber vielleicht gut, dass zudem er von seinem vertrauten Hausarzt weiter betreut wird. Und bei Patienten mit Demenz oder anderen chronischen Krankheiten sollten auch entsprechende Fachärzte, zum Beispiel Psychiater, erreichbar sein.

Pflegeleitbilder, Pflegeverständnis

Vor einem Heimeintritt kann man schon einmal über Pflegeleitbilder, Pflegekonzepte und generell das Betreuungsverständnis in einem Heim sprechen.

Sind die Pflegenden durch die Auseinandersetzung mit Konzepten wie Validation, Basale Stimulation oder Kinästhetik dafür geschult, auf die Bedürfnisse von Patienten einzugehen, die ihre Sprache weitgehend verloren haben, und ihre Ressourcen zu fördern?  Werden die Bewohner zum Beispiel so weit wie möglich in die Gestaltung ihres Alltags einbezogen? Welche weiteren Aktivierungsmöglichkeiten werden angeboten?

Und wie werden die Angehörigen informiert und einbezogen? Gibt es zum Beispiel bei den Pflegenden eine Bezugsperson, an die sie sich mit ihren Fragen wenden können?

Lebenswelt Heim

Vor einem Heimeintritt sollte man die Aussen- und Innenräume anschauen und abklären, was fix zur Zimmerausstattung gehört und was von zu Hause mitgebracht werden kann. Bewohner sollten nach Möglichkeit Möbel und Bilder ins Heim mitnehmen, die ihnen viel bedeuten und an denen sie gute Gefühle und Erinnerungen festmachen können.

Wünsche und Lebenserfahrung

Menschen mit Demenz können ihr künftiges zu Hause unter Umständen nicht mehr selber aussuchen. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige die Wünsche der Betroffenen kennen. Dieses Wissen kann aus früheren Gesprächen kommen, oder man kann Rückschlüsse aus dem Lebenslauf und den Erfahrungen des betroffenen Menschen ziehen.

Immer mehr Menschen fassen eine Patientenverfügung ab oder legen mit einem Vorsorgeauftrag rechtlich bindend fest, welche Angehörigen oder Freunde die nötigen Entscheidungen treffen sollen, wenn sie selbst dazu nicht mehr in der Lage sind (Bsp.”Docupass” Pro Senectute: www.pro-senectute.ch).

Finanzierung und Beratung

Gut geklärt werden muss auch die Finanzierung des Heimaufenthalts und allfälliger Hilfsmittel.

Dazu braucht es das Gespräch mit der Heimleitung. Damit man auf das Eintrittsgespräch gut vorbereitet ist, kann man sich vorgängig bei unabhängigen Beratungsstellen informieren, zum Beispiel bei den örtlichen Beratungsstellen von Pro Senectute, bei Pro Infirmis oder bei den Ausgleichskassen (www.be.prosenectute.ch, www.sahb.ch, www.proinfirmis.ch (für Menschen< 64/65 jahren)).

Für spezifische Fragen im Zusammenhang mit dem Heimeintritt von Demenzpatienten kann man sich auch an die Alzheimervereinigung wenden: www.alz.ch.

Braucht es im Zusammenhang mit dem Heimeintritt eine Abklärung, ob überhaupt eine Demenzerkrankung vorliegt, kann man sich an den Hausarzt oder an eine Memory Clinic wenden. Regionale Memory-KlinikAbklärungsstellen