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Medikamente und Demenz

Welche Medikamente können bei Demenz-Erkrankungen eingesetzt werden? Und wie kann man sicherstellen, dass sie so verabreicht und eingenommen werden, wie es der Arzt verordnet hat?

Medikation bei Demenz

Bei Demenzerkrankungen lassen Erinnerungs- und Denkvermögen nach. Zudem können sich Psyche und Verhalten der Patienten ändern.

Der Gedächtnisverlust lässt sich einige Zeit durch Antidementiva aufhalten.

Gegen Depressionen helfen Antidepressiva.

Bei aggressivem Verhalten und Wahnvorstellungen, die nicht anders beeinflussbar sind, können Neuroleptika helfen.

Bevor Medikamente eingesetzt werden, oder auch in Kombination mit Medikamenten werden Demenzerkrankungen, ihre Symptome und Folgeerkrankungen mit nicht medikamentösen Therapien behandelt. Möglich sind kognitive, psychotherapeutische und körperorientierte Interventionen. Therapiemöglichkeiten

Medikamenten-Management

Um sicher zu stellen, dass Medikamente so eingenommen oder verabreicht werden, wie vom Arzt verschrieben, müssen ein paar grundlegende Regeln eingehalten werden, die für Demenz- und andere Patienten genau gleich sind. An folgende Punkte hält sich die Spitex; sie eignen sich aber auch als Checkliste für Patienten oder betreuende Angehörige:

  • Für jede Einnahme von Medikamenten braucht es eine aktuelle Arztverordnung in schriftlicher Form. Das gleiche gilt für eine Änderung des Medikamentenplans.
  • Ein Rezept für jedes Medikament muss in einer Apotheke nach Wahl des Patienten oder seines gesetzlichen Vertreters hinterlegt  sein.
  • Ein Wochen-Dossier-System wird in der Apotheke besorgt.
  • Wenn ein Medikament zur Neige geht, wird rechtzeitig nachbestellt.
  • Die Unterstützungsform  wird individuell mit dem Patienten oder seinem gesetzlichen Vertreter abgemacht:

z.B. Abgabe täglich oder wöchentlich

Einnahme unter Aufsicht usw.

  • Die Wirkung der Medikamente wird beobachtet und mit dem Klienten und allenfalls mit dem Arzt besprochen
  • Das ganze Medi-Management wird schriftlich dokumentiert.

Es ist immer möglich, dass die Dosierung eines Medikaments verändert werden muss, weil es bei einem Patienten zu stark oder zu wenig stark wirkt, oder dass wegen unerwünschter Nebenwirkungen nach Alternativen gesucht werden muss. Solche Anpassungen gelingen um so besser, je zuverlässiger die Informationen darüber sind, welche Medikamente tatsächlich eingenommen wurden.