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Sprache / Mimik / Gestik

Sprachverlust bei Demenz

Demenzerkrankungen werden von Betroffenen und Angehörigen oft dann wahrgenommen, wenn Problemen mit der Sprache auftauchen. Wenn es Betroffenen zunehmend schwer fällt, die richtigen Worte zu finden für das, was sie eigentlich ausdrücken wollen, oder wenn es generell zu Störungen des Sprechens und Sprachverständnisses kommt (Aphasie), kann logopädische Beratung helfen: Zum einen kann sie abklären, wo die Probleme liegen, zum andern lässt sich der Sprachverlust durch geeignete Therapien verlangsamen/verzögern.

Verständigung trotz Demenz

Dass die verbale Sprache langsam verloren geht, heisst nicht, dass sich Demenzpatienten nicht mehr ausdrücken und verständigen können. Selbst in einem fortgeschrittenen Stadium können die Patientinnen und Patienten ihre Gefühle, Vorlieben und Abneigungen mitteilen. Für Angehörige und das erweiterte Umfeld ist es deshalb wichtig, Zeichen von Wohlbefinden und Freude, von Angst oder Trauer richtig zu deuten. Dabei hilft es, auf Stimmklang oder Tonfall zu achten, aber auch auf die Körpersprache, also auf Äusserungen wie Gesten, Gesichtsausdruck, Blicke, Körperhaltung oder Körperanspannung. Umgekehrt nehmen natürlich auch die Demenzpatienten die Körpersprache, die Atmung, Berührungen und das Nähe-Distanz-Verhalten von Angehörigen, Pflegenden und Besuchern wahr – oder auch die Atmosphäre und Gerüche ihrer Umgebung.

Regeln und Methoden zur Kommunikation mit Demenzpatienten

Für die verbale und nonverbale Kommunikationen mit Demenzpatienten wurden verschiedene Regeln und Methoden entwickelt, zum Beispiel die Validation nach Feil oder die IVA, integrative Validation nach Richards. Sie wollen Pflegenden und Angehörigen helfen zu verstehen, wie Menschen mit Demenz ihre Welt wahrnehmen, und wie sie aus diesem Verständnis heraus besser auf die Patienten eingehen können.

Einen guten Überblick über das Thema vermittelt das Buch “Demenz. Der person-zentrierte Ansatz im Umgang mit verwirrten Menschen” von Tom Kitwood.

Schulungen zu nonverbaler Sprache

Schulungen zu nonverbaler Sprache, insbesondere zur Erkennung des emotionalen Ausdrucks von Menschen mit Demenz, bietet die Uni Zürich mit dem DEA-Training an. Die Schulung richtet sich an Pflegepersonen in Heimen und Spitex, an pflegende Angehörige und weitere Personen, die sich für die Pflege im Alter engagieren (www.zfg.uzh.ch).

Weiter Informationen im Internet: www.alz.ch; www.alzheimer.ch; www.zfg.tertianum.ch; www.weiterbildung.curaviva.ch; www.praxiswissen-demenz.ch.